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Artikel: Mash fürs Pferd: Wann, wie oft und welches Rezept?

Mash fürs Pferd: Wann, wie oft und welches Rezept?

Mash fürs Pferd: Wann, wie oft und welches Rezept?

Mash ist ein warmer, eingeweichter Futterbrei aus Kleie und Leinsamen, den Pferde meist als leicht verdauliche Ergänzung zum normalen Futter bekommen. Die meisten Pferde vertragen Mash gut, wenn Du es ein- bis dreimal pro Woche fütterst. Täglich solltest Du es nur geben, wenn der Hersteller das ausdrücklich vorsieht. In diesem Ratgeber erfährst Du, wann Mash sinnvoll ist, wie Du es richtig zubereitest und wie Du es selbst machen kannst.

Was ist Mash für Pferde?

Mash ist ein Ergänzungsfutter, kein Grund- oder Alleinfutter. Klassisch besteht es aus Weizenkleie und Leinsamen, die mit warmem Wasser zu einem Brei angerührt werden. Fertige Mash-Mischungen aus dem Handel enthalten oft zusätzlich Haferflocken, Apfeltrester, Kräuter, Karotten oder Vitamine und Mineralstoffe.

Viele Pferde lieben den warmen, duftenden Brei. Gerade in der kalten Jahreszeit ist Mash deshalb bei Pferdehaltern beliebt: als kleine Extraportion nach dem Reiten oder an kalten Tagen im Stall.

Typische Zutaten im Überblick

Zutat Warum sie im Mash steckt
Weizenkleie Rohfaserreich, quillt gut auf und gibt dem Mash seine breiige Konsistenz
Leinsamen Liefert Schleimstoffe und Omega-3-Fettsäuren, beliebt im Fellwechsel
Haferflocken Schmackhaft, liefert Energie
Apfeltrester, Karotten Geschmack und Abwechslung
Kräuter Je nach Mischung, z. B. Fenchel, Kamille oder Pfefferminze

Mehr über einzelne Zutaten liest Du in unserem Wirkstoff-Lexikon, zum Beispiel über Leinsamen für Pferde.

Wann ist Mash für Dein Pferd sinnvoll?

Mash ist kein Muss in der Pferdefütterung. Es kann aber in bestimmten Situationen eine schöne Ergänzung sein:

  • In der kalten Jahreszeit: Viele Pferde trinken im Winter weniger. Über den eingeweichten Brei nehmen sie zusätzlich Flüssigkeit auf.
  • Im Fellwechsel: Leinsamen liefert Fettsäuren und Eiweiß, die Haut und Fell zugutekommen.
  • Für ältere Pferde: Pferde mit Zahnproblemen kommen mit dem weichen Brei oft besser zurecht als mit hartem Kraftfutter.
  • Für mäkelige Fresser: Der Geschmack lockt viele Pferde an den Trog.
  • Nach anstrengender Arbeit: Ein lauwarmer Mash nach einem langen Ausritt oder Turniertag ist für viele Pferde eine willkommene Belohnung.

Hat Dein Pferd Verdauungsbeschwerden, eine Kolik hinter sich oder eine Erkrankung des Magen-Darm-Trakts, sprich vor der Futterumstellung immer mit Deiner Tierärztin oder Deinem Tierarzt. Dort erfährst Du, ob und in welcher Form Mash für Dein Pferd passt.

Tipps rund um die kalte Jahreszeit findest Du auch in unserem Beitrag So kommt Dein Pferd gesund durch den Winter.

Wie oft darf ein Pferd Mash bekommen?

Als Faustregel gilt: ein- bis dreimal pro Woche. Der Grund liegt in der Kleie. Weizenkleie enthält sehr viel Phosphor, aber nur wenig Calcium. Wird sie zu oft und in großen Mengen gefüttert, gerät das Verhältnis von Calcium zu Phosphor aus dem Gleichgewicht. Außerdem enthält Kleie Phytin, das die Aufnahme von Mineralstoffen wie Zink hemmen kann.

Es gibt jedoch Fertig-Mashes, die mit Calcium angereichert sind und laut Hersteller auch täglich gefüttert werden können. Halte Dich deshalb immer an die Fütterungsempfehlung auf der Packung.

Wie viel Mash bekommt ein Pferd?

Die richtige Menge hängt vom Produkt und vom Gewicht Deines Pferdes ab. Für ein Großpferd mit etwa 600 kg werden bei klassischem Mash häufig rund 500 g Trockenmasse pro Mahlzeit angegeben. Ponys bekommen entsprechend weniger. Mash kann zusätzlich zur normalen Ration gegeben werden oder eine Kraftfutterportion ersetzen. Wenn Dein Pferd wenig oder kein Kraftfutter bekommt, ist ein passendes Mineralfutter für Pferde wichtig, damit die Grundversorgung mit Mineralstoffen stimmt.

Mash richtig zubereiten: So geht's

  1. Abmessen: Nimm die empfohlene Menge Mash laut Packung.
  2. Wasser dazugeben: Rühre etwa ein Teil Mash mit ein bis zwei Teilen warmem, aber nicht kochendem Wasser an. Kochendes Wasser zerstört hitzeempfindliche Vitamine.
  3. Quellen lassen: Lass den Brei je nach Produkt 10 bis 30 Minuten quellen.
  4. Konsistenz prüfen: Der Mash sollte breiig wie ein Porridge sein. Zu trocken kann zu Schlundverstopfung führen, zu flüssig wird er oft nicht richtig gekaut.
  5. Temperatur testen: Füttere den Mash nur handwarm oder abgekühlt.

Reste solltest Du nicht aufheben. Eingeweichter Mash kann schnell gären oder verderben, vor allem im warmen Stall.

Mash selber machen: Ein einfaches Rezept

Du kannst Mash auch selbst mischen. Dieses Grundrezept reicht für eine Portion für ein Großpferd mit etwa 600 kg:

Zutaten

  • 250 g Weizenkleie
  • 250 g Haferflocken oder gequetschter Hafer
  • 70 g Leinsamen
  • 1 Prise jodfreies Salz
  • optional: ein geriebener Apfel oder eine Karotte

Zubereitung

  1. Koche die ganzen Leinsamen in reichlich Wasser etwa 20 bis 30 Minuten, bis eine schleimige Masse entsteht. Lass sie danach etwas abkühlen.
  2. Übergieße die Kleie mit warmem Wasser und lass sie quellen.
  3. Mische Leinsamen, Kleie, Haferflocken und Salz. Gib so viel Wasser dazu, bis ein gleichmäßiger Brei entsteht.
  4. Rühre den Apfel oder die Karotte unter und füttere den Mash lauwarm.

Wichtig: Selbstgemachter Mash hat ein ungünstiges Calcium-Phosphor-Verhältnis. Füttere ihn deshalb nur gelegentlich und achte auf eine ausgewogene Mineralstoffversorgung.

Worauf solltest Du beim Mash füttern achten?

  • Immer gut einweichen, nie trocken füttern
  • Kein kochendes Wasser verwenden
  • Immer frisch zubereiten und Reste entsorgen
  • Futterumstellungen langsam angehen
  • Bei Pferden mit Stoffwechselproblemen auf zucker- und stärkearme Mischungen achten und Rücksprache mit der Tierarztpraxis halten

Häufige Fragen zu Mash fürs Pferd

Was ist Mash für Pferde?

Mash ist ein eingeweichter Futterbrei, meist aus Weizenkleie und Leinsamen. Er gilt als leicht verdauliches Ergänzungsfutter und wird von vielen Pferden gern gefressen.

Wie oft sollte man Mash füttern?

Meist ein- bis dreimal pro Woche. Klassisches Kleie-Mash solltest Du nicht täglich füttern, weil Kleie viel Phosphor enthält. Einige calciumangereicherte Fertig-Mashes sind laut Hersteller auch für die tägliche Fütterung geeignet.

Kann man Mash trocken füttern?

Nein. Mash muss immer gut eingeweicht werden. Trocken gefressen quillt es erst im Körper auf und kann im schlimmsten Fall zu einer Schlundverstopfung führen. Hat Dein Pferd versehentlich trockenes Mash gefressen und zeigt Unruhe, Würgen oder Speicheln, ruf sofort Deine Tierarztpraxis an.

Darf man Mash mit kochendem Wasser zubereiten?

Besser nicht. Sehr heißes Wasser zerstört hitzeempfindliche Vitamine. Warmes Wasser reicht aus, damit der Brei gut quillt. Nur ganze Leinsamen solltest Du vorher kochen.

Ist Mash gut für ältere Pferde?

Viele ältere Pferde fressen Mash gern, weil es weich ist und sich leicht kauen lässt. Bei Senioren mit Zahnproblemen kann es eine gute Ergänzung sein. Welche Mischung passt, hängt vom Gesundheitszustand ab. Sprich im Zweifel mit Deiner Tierarztpraxis.

Fazit: Mash als warme Extraportion

Mash ist für viele Pferde eine willkommene, leicht verdauliche Ergänzung, besonders im Herbst und Winter, im Fellwechsel oder für ältere Pferde. Wichtig ist, dass Du es gut einweichst, frisch zubereitest und nicht zu oft fütterst. Zusammen mit gutem Raufutter und einer ausgewogenen Mineralstoffversorgung ist Mash eine schöne Möglichkeit, Deinem Pferd etwas Gutes zu tun.

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